Was ich Ihnen rate

Lassen Sie sich tragen von Menschen, die Ihnen guttun.

Meiden Sie nach Möglichkeit, was Ihnen nicht gut tut.

Achten Sie auf sich.

 

Auch wenn Sie nicht sichtbar bluten und sich keinen Knochen gebrochen haben - Sie sind dennoch verwundet.

Gehen Sie entsprechend achtsam und rücksichtsvoll mit sich um.   

 

Achten Sie auf Ihre Bedürfnisse und zwingen Sie sich zu nichts. 

Wenn Sie das Bedürfnis haben, mit dem verstorbenen Menschen zu sprechen - tun Sie das. 

Rechnen Sie mit dem verstorbenen Menschen, bleiben Sie ihm zugewandt. 

 

Seien Sie da, wenn der verstorbene Mensch Sie sucht. Lassen Sie sich finden. Und finden Sie ihn - in der Mitte Ihres Herzens.

Zeigen Sie ihm alles, was Sie fühlen. Jede aufrichtige, wahre Empfindung - gleich welcher Art - ist für den verstorbenen Menschen ein Geschenk.  

 

Bereiten Sie sich auf unser Gespräch vor.  

Hilfreich wäre eine Auflistung der gröbsten Lebenslauf-Stationen, Geburt, Eltern, Kindheit, Familiäres, Berufliches, Umzüge, Hobbys etc. So bliebe im Gespräch mehr Zeit, um das Wesentliche zusammenzutragen. Dinge, die den verstorbenen Menschen unverwechselbar gemacht haben. Persönliches, Typisches, Fähigkeiten, Begrenzungen, Freuden und Mühen, Geschichten, Anekdoten. 

 

Falls Sie das Bedürfnis haben, dem verstorbenen Menschen etwas nachzurufen - Worte des Abschieds, der Dankbarkeit, Ungesagtes etc. - jedoch nicht selbst vor die Trauergemeinde treten möchten, kann ich Ihre Worte zitierend vorlesen.  

 


Dass die Verstorbenen nirgendwo mehr sein könnten,

dass sie nicht mehr existieren könnten -

auf diese Idee kommt keine fühlende Seele,

kommt kein schlagendes Herz,

kommt kein vernünftiger Mensch.

Weil in Wahrheit jeder Mensch unaufhörlich ist. 

Weil der Tod die Menschen, die er sich holt, nicht behalten darf.

Weil das Nichts,

in das sich die Verstorbenen scheinbar auflösen

- alles ist.